Sonderalarmplanung
Wie weit ein Schadensereignis auch wirkt:
Wir denken schon vorher weiter.
Vorausschauend planen.
Nachhaltig schützen.
Die Sonderalarmplanung ist für kreisangehörige Kommunen, kreisfreie Städte und auch Kreise ein probates Mittel, um sich auf Ereignisse zielgerichtet vorzubereiten.
Szenarien, die durch hohe Eintrittswahrscheinlichkeiten oder erhebliche Schadenspotenziale gekennzeichnet sind, wie beispielsweise flächendeckende, langanhaltende Stromausfälle oder Hochwasserereignisse, erfordern präzise Planungen sowie die koordinierte Zusammenarbeit verschiedener Agierender. In Stäben und Entscheidungsgremien müssen unter Zeitdruck sogenannte Hochrisikoentscheidungen getroffen werden, was die zuständigen Verantwortlichen vor erhebliche Herausforderungen und immensen Druck stellt.
Das Schaubild „Kaskadeneffekt eines langanhaltenden Stromausfalls“ zeigt eine
treppenförmig angeordnete Kette von Folgeereignissen. Eine senkrechte Achse links
ist mit „Zeitlicher Verlauf“ beschriftet (Pfeil nach unten) und macht deutlich, dass
die Ereignisse zeitlich nacheinander eintreten. Jedes Glied der Kette ist ein
Balken mit Text und einem zugehörigen Icon; Pfeile verbinden die Schritte in der
Reihenfolge.
Ereigniskette von oben (früh) nach unten (spät):
1. Stromausfall
2. Tankstellen fallen aus
3. Kein Tanken mehr für Logistikunternehmen / Privatpersonen möglich
4. Personal / Lieferungen in Apotheken fallen aus
5. Fehlende Medikamente
6. Bevölkerung leidet unter Minderversorgung an Medikamenten
7. Chronische Erkrankungen verschlechtern sich
8. Bedarf an medizinischer Versorgung im Krankenhaus erhöht sich
Kernaussage: Ein einzelnes Ausgangsereignis (Stromausfall) löst über mehrere Stufen
hinweg eine Kaskade von Folgeproblemen aus, die schließlich – zeitlich versetzt – das
Gesundheitswesen stark belasten. Solche Kaskadeneffekte sind ein zentraler Grund für
vorausschauende Sonderalarmplanung.
Kaskadeneffekte
Darüber hinaus ist es häufig erforderlich, Kaskadeneffekte zu berücksichtigen, bei denen die Auswirkungen eines Szenarios, wie beispielsweise der Ausfall von Zulieferern, erschwerte Logistik oder eingeschränkte Personalverfügbarkeit, Sekundärprobleme hervorrufen. Diese Probleme entstehen nicht durch eine unmittelbare Betroffenheit, sind jedoch dennoch auf das ursprüngliche Szenario zurückzuführen.
Sonderalarmpläne
Die Sonderalarmplanung stellt Entscheidungsträgern und Einsatzkräften grundlegende Maßnahmen sowie Hinweise zur Verfügung, um eine effektive und koordinierte Bewältigung der Lage zu gewährleisten.
Darüber hinaus werden erforderliche Akteure identifiziert, Kommunikationsstrukturen definiert und gegebenenfalls eine Vorplanung zur Verteilung der verfügbaren Ressourcen durchgeführt.
Spezifische Auslegung.
Konkrete Hilfe.
Die Sonderalarmplanung stellt eine spezifisch auf den Kunden abgestimmte Handlungshilfe dar, die darauf abzielt, die Bearbeitung und die optimale Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zu unterstützen.
Aufgrund unterschiedlichster Strukturen und Anforderungen können Hilfestellungen in verschiedenen Formen und für verschiedenste Akteure Teil des Sonderalarmplans sein.
Mögliche Formen
z.B.:
- Ablaufdiagramme und Prozesslandkarten
- Checklisten
- Zeitlich- oder verantwortungsbereichssortierte Handlungsanweisungen
Mögliche Agierende
z.B.:
- Verwaltungsstab
- Operativ-taktischer Stab
- Einsatzkräfte
- Leitstelle
- KRITIS-Betreiber
- Einzelne Mitarbeitende oder bestimmte Mitarbeitenden-Gruppen
- Hauptverwaltungsbeamte
- Verschiedene Verwaltungsbereiche usw.
Das Schaubild ist ein Vernetzungs- bzw. Kommunikationsdiagramm. Es zeigt die an einer
Krisen-/Katastrophenbewältigung beteiligten Stellen (als beschriftete Kästchen) und
die Wege, über die sie miteinander kommunizieren. Die Verbindungslinien sind farbig
codiert; die Farben sind in einer Legende erklärt:
– Blau: Digitalfunk
– Rot: Satellitentelefon
– Gelb: Verbindungspersonen
– Dunkelgrün: Lagemeldung
– Hellgrün: Aushang / mündlich
Beteiligte Stellen (Kästchen), grob von oben/übergeordnet nach unten/ausführend
bzw. zur Bevölkerung hin:
– Landeskatastrophenschutzstab
– Nachbarkreise / Städte
– Katastrophenschutzstab der Stadt
– Netzbetreiber
– Leitstelle Polizei
– FW / RD Leitstelle (Feuerwehr- / Rettungsdienst-Leitstelle)
– Fahrzeuge des Rettungsdienstes
– Technische Einsatzleitung (TEL)
– Örtliche Einsatzleitung
– Fahrzeuge der Feuerwehr
– Meldestellen / Leuchttürme
– Infopunkte
– Bevölkerung
Wesentliche Kommunikationsbeziehungen:
– Der Landeskatastrophenschutzstab ist per Satellitentelefon (rot) mit dem
Katastrophenschutzstab der Stadt verbunden; dieser ist zusätzlich über
Verbindungspersonen (gelb) angebunden.
– Nachbarkreise / Städte sind per Satellitentelefon (rot) angebunden.
– Der Katastrophenschutzstab der Stadt, die FW/RD-Leitstelle und die Technische
Einsatzleitung (TEL) sind über Digitalfunk (blau) vernetzt; Verbindungspersonen
(gelb) laufen zur TEL.
– Der Netzbetreiber ist per Satellitentelefon (rot) mit der FW/RD-Leitstelle
verbunden; Verbindungspersonen (gelb) führen zur Leitstelle Polizei.
– Die FW/RD-Leitstelle ist per Digitalfunk (blau) mit der Leitstelle Polizei, den
Fahrzeugen des Rettungsdienstes sowie nach unten mit den Meldestellen/Leuchttürmen
verbunden.
– Die TEL ist per Digitalfunk (blau) mit der Örtlichen Einsatzleitung und den
Fahrzeugen der Feuerwehr verbunden.
– Von den Meldestellen/Leuchttürmen führen Verbindungen per Aushang/mündlich
(hellgrün) zu Infopunkten und zur Bevölkerung; auch Infopunkte und Bevölkerung
sind untereinander per Aushang/mündlich (hellgrün) verbunden.
Kernaussage: Das Diagramm verdeutlicht, dass im Sonderalarm-/Krisenfall viele Stellen
über unterschiedliche, teils ausfallsichere Kommunikationswege vernetzt sein müssen –
von der übergeordneten Stabsebene per Satellitentelefon und Verbindungspersonen über
den Digitalfunk der Einsatzkräfte bis hin zur Information der Bevölkerung über
Meldestellen, Infopunkte und Aushänge.
Gemeinsam organisieren.
Gezielt agieren.
Wir halten die interdisziplinäre Vernetzung sowie die gemeinsame Verfolgung im Vorfeld abgestimmter Ziele für unerlässlich, um Krisen und Katastrophen, die über die alltäglichen Herausforderungen hinausgehen, erfolgreich und bedarfsgerecht zu bewältigen. Jede Krise und Katastrophe hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Verwaltung, die Einsatzkräfte, die beteiligten Agierenden und die Bevölkerung. Daher bietet die Anwendung von Sonderalarmplänen und die angemessene Berücksichtigung szenarienspezifischer Besonderheiten einen signifikanten Vorteil gegenüber pauschalen Vorbereitungen.
Was wir für Sie tun können:
Wir identifizieren die notwendigen Beteiligten und initiieren einen gegenseitigen Austausch. Alle werden mit ihren Ressourcen und Bedürfnissen aktiv in die Planungen eingebunden.
Wir erstellen eine Vorplanung zur Anpassung eigener Strukturen wie z. B. Krisenstab.
Wir unterstützen bei der Ermittlung von notwendigen Kernaufgaben.
Wir identifizieren und planen Kommunikationsnotwendigkeiten.
Wir arbeiten Checklisten und Ablaufdiagramme zur vereinfachten Lagebewältigung.
Wir detektieren Kaskadeneffekte und weiterführende Auswirkungen des Szenarios.
Wir betrachten die Auswirkungen auf Dritte, welche zu Handlungsnotwendigkeiten der Kommune führen (z. B. KRITIS- und Störfallbetriebe).
Ihr großes PLUS
Ansprechperson
Simon Zens
Unsere Kunden
Kreise und kreisfreie Städte
Städte und Gemeinden
Einsatzplanung
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