Feuerwehrbedarfsplanung, Katastrophenschutzbedarfsplanung, Organisationsuntersuchung, Städte mit Berufsfeuerwehren

Erstellung eines zukunftsfähigen Brandschutzbedarfsplans für die Stadtgemeinde Bremen

Ausgangssituation

Die Feuerwehr Bremen steht – wie viele Großstadtfeuerwehren – vor der Herausforderung, wachsende Einsatzanforderungen, steigende Bevölkerungszahlen und zunehmende urbane Verdichtung in Einklang mit modernen Standards des Brand- und Katastrophenschutzes zu bringen. Die allgemein angespannten Haushaltssituationen der Kommunen und erheblichen baulichen Bedarfe der Feuerwachen und Feuerwehrhäuser erschweren zudem eine Kompromissfindung zwischen Sicherheit und Umsetzbarkeit.
Vor diesem Hintergrund beauftragte die Stadtgemeinde Bremen ein umfassendes Gutachten, das sowohl die Brandschutzbedarfsplanung als auch die organisatorischen Strukturen der Berufsfeuerwehr und des Katastrophenschutzes in den Blick nimmt.


Aufgabenstellung

Ziel des Projekts war die Erstellung eines neuen, zukunftsfähigen Brandschutzbedarfsplans für die Stadtgemeinde Bremen. Neben der Bedarfsplanung sollten auch die Organisationsstrukturen der Berufsfeuerwehr untersucht und die bestehenden Katastrophenschutzstrukturen bewertet werden.
Das Gutachten sollte konkrete Handlungsempfehlungen liefern, um die Leistungsfähigkeit und strategische Aufstellung der Feuerwehr langfristig zu sichern.


Lösungsansatz /-weg /-methodik

Lülf+ führte das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Bremen und der Innenbehörde durch.
Ein interdisziplinäres Team aus Bedarfsplanenden, Organisationsberatenden und Sachverständigen des Katastrophenschutzes entwickelte auf Grundlage aktueller Fachempfehlungen eine umfassende Analyse der Gefahren- und Risikolage, der Einsatzhäufigkeiten sowie der organisatorischen und baulichen Rahmenbedingungen.


Getroffene Maßnahmen

  • Durchführung einer vollständigen Brandschutzbedarfsplanung gemäß den aktuellen Fachempfehlungen.
  • Organisationsuntersuchung der Berufsfeuerwehr mit Fokus auf Personalstruktur, Schichtmodelle und zukünftige Kapazitätsbedarfe.
  • Analyse der Katastrophenschutzstrukturen und ihrer Verzahnung mit der Feuerwehrorganisation.
  • Entwicklung differenzierter Planungsziele, die künftig als Ortsgesetz beschlossen werden sollen.
  • Identifikation und Priorisierung von baulichen Handlungsbedarfen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr.
  • Empfehlung einer strukturellen Weiterentwicklung in der Innenstadt zur Verbesserung der
    Wachenverteilung.
  • Planung von 50 zusätzlichen Stellen für die Berufsfeuerwehr sowie stärkere Einbindung der Freiwilligen Feuerwehr in die Einsatzstruktur.

Ergebnisse / Erfolge / Feedback des Kunden

Das Gutachten bildet die Grundlage für den neuen Brandschutzbedarfsplan, der die Feuerwehr Bremen organisatorisch, personell und infrastrukturell zukunftssicher aufstellt.
Die zentralen Empfehlungen wurden in einer Pressekonferenz am 22. April 2025 vorgestellt und fanden breite mediale Beachtung.
Die Stadtgemeinde Bremen verfügt nun über ein klar definiertes, strategisch fundiertes Konzept, um den Schutz der Bevölkerung nachhaltig zu gewährleisten und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr langfristig zu sichern.

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