Ausgangssituation
Der Landkreis Fulda verfolgt seit Jahren das Ziel, die Gefahrenabwehr auf einem hohen, zukunftssicheren Niveau zu halten. Angesichts wachsender Herausforderungen – von komplexeren Einsatzlagen bis zu steigenden Anforderungen an die technische Ausstattung – sollte der bestehende Bedarfs- und Entwicklungsplan (BEP) fortgeschrieben und an aktuelle sowie künftige Rahmenbedingungen angepasst werden.
Dabei stand insbesondere die Frage im Raum, wie Sonderfahrzeuge strategisch stationiert werden müssen, um im gesamten Kreisgebiet eine schnelle und verlässliche Hilfeleistung sicherzustellen.
Vorgehensweise der Untersuchung
Ziel des Projekts war es,
- die erforderliche Anzahl und Typen von Sonderfahrzeugen zu ermitteln,
- deren Stationierung unter einsatztaktischen und strategischen Gesichtspunkten optimal zu gestalten
- und eine rechtssichere, wirtschaftlich tragfähige Grundlage für zukünftige Beschaffungsentscheidungen zu schaffen.
Gleichzeitig galt es, die Einsatzabdeckung zu bewerten und gezielte Empfehlungen zur Verbesserung der Erreichbarkeit in allen Regionen des Landkreises abzuleiten.
Zentrale Erkenntnisse (komprimiert)
Lülf+ unterstützte den Landkreis Fulda mit einer umfassenden Analyse der Einsatz- und Standortstrukturen.
Anhand aktueller Einsatzdaten und geografischer Gegebenheiten wurde die Erreichbarkeit aller Gemeinden bewertet und kartografisch dargestellt. Darauf aufbauend entwickelte das Lülf+ Team konkrete Handlungsempfehlungen zur Anpassung des Fahrzeugkonzepts und der Stationierung.
Im Fokus stand dabei die praxisnahe Kombination aus einsatztaktischem Denken und strategischer Planung – mit dem Ziel, sowohl gesetzliche Anforderungen als auch reale Leistungsfähigkeit optimal in Einklang zu bringen.
Empfohlene Maßnahmen (komprimiert)
Durch den gemeinsamen Prozess der Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes konnten wichtige Erkenntnisse und Ableitungen von Verbesserungen für die Zukunft gewonnen werden.
Ergebnisse der Organisationsuntersuchung
Die Ergebnisse der Analyse zeigten: Der Großteil des Ausrückgebietes kann bereits innerhalb von 30 Minuten erreicht werden. Durch gezielte Investitionen – insbesondere die Beschaffung zusätzlicher Sonderfahrzeuge wie eines Hubrettungsfahrzeugs zur Rettung aus Höhen und Tiefen – lässt sich die Einsatzfähigkeit weiter optimieren.
Mit diesen Maßnahmen verbessert der Landkreis Fulda nicht nur seine gesetzlich geforderte Gefahrenabwehrleistung, sondern stärkt auch die Versorgungssicherheit und Handlungskompetenz der Einsatzkräfte.
Das Projekt verdeutlicht, wie fundierte Planung und strategische Beratung die Sicherheit auf Landkreisebene nachhaltig erhöhen können.
Zeitraum: 2023